23. Mai. 2024

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Neujahrsvorsätze sind mein Ding eigentlich nicht.
In diesem Jahr ist mir aber einer förmlich zugelaufen. Nicht an Silvester, sondern am Neujahrstag beim Spaziergang mit dem Hund. Er war plötzlich da, der Gedanke, in 2014 jeden Tag ein Foto zu machen.

Okay, die Idee ist nicht neu und sie stammt ursprünglich auch nicht von mir (bei kwerfeldein, einem der wohl genialsten Blogs rund um das Fotografieren, ist sie mir bereits mehrfach begegnet), aber erst am 01.01.2014 entdeckte ich ihren Charme.

Nun fotografiere ich wirklich nicht wenig, aber bereits am zweiten Januar war ich ein wenig ratlos, was ich mir denn vor die Linse holen sollte und ich bin sehr gespannt, ob ich das Vorhaben wenigstens annähernd durchhalten werde und wo es hinführen wird.

Eines kann ich aber schon jetzt ganz sicher sagen: Ich habe in diesen ersten 10 Tagen des Jahres durch den Entschluss täglich etwas zu fotografieren schon Dinge entdeckt, an denen ich bisher vorbeigelaufen bin, ohne sie zu bemerken und gelernt habe ich auch schon etwas:

Wie man Fotos in einem Lichtzelt macht. Das hat mich bisher nicht interessiert, aber heute kam ich so spät von der (ärztlichen) Arbeit, dass es Kunstlicht sein musste.

Voilà – geschüttelt, nicht gerührt, die norddeutsche Variante:

10.01.2014-4122

Eine Tomatenvariante hätte ich auch noch im Angebot:

01.10.14-4136

Welche soll Eurer Meinung nach das Rennen machen und mit den anderen bisher 9 Fotos in eine Reihe gesetzt werden?

🙂

13 Kommentare

  1. Der Rosenkohl ist eindeutig die interessantere Aussage. Ich freue mich auf Deinen Neujahrsvorsatz.
    Philipp mag die Tomate lieber. Finn ist auch für den Rosenkohl.

  2. Hallo Su!
    Euch ein gutes neues Jahr! Wann seid ihr mal wieder in Berlin? 🙂

    Ja, die Tomate ist weniger abwegig, als der Rosenkohl. Deshalb hat sie sich auch erst später zum Rosenkohl gesellt, quasi um auch mal ein wenig im Lichtzelt zu posen.

  3. Hm, ich bin für die biedere Tomate. Die Idee ist wirklich gut, bringt das Thema Disziplin in Schwung. Steige vielleicht bei der Variante „an geraden Tagen“ ein… 😉
    Wo sind denn die anderen neun?

  4. Es ist gar nicht so sehr die Disziplin, die auch, aber am ehesten scheint es den Blick zu verändern.
    Den Blick und den Anspruch. Für mich ist es primär eine Art Selbsterfahrung und eine Schulung. Zu sehen wo es hingeht, welche Art der Fotografien dabei herauskommen und ja klar, ob ich durchhalte letztlich auch. Vorgegeben habe ich mir diesmal das Format (quer, 2:3) und dass ich ausschließlich im manuellen Modus fotografiere. Als kleinen Versuch schätze ich auch jeweils die Lichttemperatur – keine Ahnung, ob man das ähnlich schulen kann, wie z.B. das Hören von Intervallen. Meine Trefferquote ist besser, als ich dachte.

    Vor etwa einem Jahr habe ich schon ein ähnliches, wenn auch nicht so klar umrissenes Projekt abgeschlossen. Ich hatte (fast) jeden Samstag zur etwa gleichen Zeit ein Foto eines bestimmten Weges in unserem Hundewald gemacht. Ergebnis war (verwässert mit Nahaufnahmen und anderen Perspektiven) ein Fotobuch und – das war das teure Ergebniss: Die neue Kameraausrüstung, mit der die ganze Fotografiererei im letzten Jahr ja nochmal gewaltig an Fahrt aufgenommen hat.

    Um es kurz zu machen: Der Weg sei das Ziel und die anderen Aufnahmen daher wohl erst im Gesamtkontext aussagefähig.
    Ich werde aber sicher noch das eine oder andere Mal ein paar Fotos hier zur Abstimmung, welches denn nun in die Sammlung soll, hochladen. War heute schon wieder sooo kurz davor, musste dann aber erstmal eine Runde rumschwafeln (s.o.) 😉

  5. Jaja, manueller Modus ist prima. Mit der Neuen, kam der Wunsch ganz von selbst ausschließlich in M zu fotografieren.
    Ich wollte schon mal täglich einen menschlichen Fuß ablichten… Oder Hände….
    … Lichtzelt…
    Hm… Hm…

  6. Hihi, Füße, Hände…und mittendrin dann eine Hundepfote, oder so. 🙂
    Ja, mach mal, das klingt nach einer guten Idee.

  7. Der Rosenkohl! Sehr edel! Was bitte ist ein Lichtzelt?

    Ich habe im Januar 2012 ein 365 Tage Projekt gestartet und auch beendet. Ich weiß genau was Du meinst! Ich kann ehrlich sagen es hat mein Leben sehr bereichert und meine schon immer in mir schlummernde Liebe zur Fotografie so richtig zum Leben erweckt.
    Viel Erfolg!

  8. Ein Lichtzelt ist sowas hier.

    Ja, es ist erstaunlich, wohin einen so eine Aufgabe treibt. Das tut sie in meinem Fall auch nach, ähm… knapp 38 Jahren Fotografie noch – damals noch in der DuKa mit Chemi-Gepansche, das war auch schön. Wer weiß, vielleicht zerre ich Ende des Jahres ja auch mal wieder den Vergrößerer aus dem Keller. Wer weiß. 🙂

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