23. Mai. 2024

365 Tage – Januar

31 Fotos.
In der Tat tagaktuell und querformatig.

Allererste Zwischenbilanz:
Passagere Ideenlosigkeit ist schwer auszuhalten.
Sie führt aber meist zu spontanen Fotos, an denen mein Auge im Vergleich zu denen, die ich mit viel Freunde geplant und umgesetzt habe, deutlich länger hängen bleibt.

Und da ich gern wissen möchte, ob das mein rein subjektiver Eindruck ist, weil ich mich an die Stimmung erinnere, in denen ich die Bilder aufgenommen habe (emsig planvolle Inzenierung oder Slow-motion-eigentlich-kein-Bock), oder ob das auch anderen Betrachtern so geht, oder ob die intuitiven Fotos wirklich die besseren sind, benötige ich Eure Hilfe.
(Keine Angst, ich lade jetzt nicht alle 31 Fotos hier hoch!)

Ententerrine

Januartristesse

Prinzession Brechbohne bei ihrer ersten Op an ihrem Vater Roderi

erster Schnee

Nami & Jojosocke

Wald-Graffiti

365 (30 von 33)

Gibt es ein Foto, das ihr Euch länger angeschaut habt als die anderen?
Ist das Euer Favorit, oder ist das wiederum ein anderes Foto?

(Sie sind übrigend nicht in chronologischer Reihenfolge abgebildet.)

13 Kommentare

  1. Am längsten angeschaut hab ich mir Nr. 3, weil ich etwas gebraucht habe, es zu erfassen und dann gleich ein Gedankenzug losging. An Nr. 5 blieb ich natürlich auch hängen, ich meine, wer bleibt nicht an Namis Augen hängen??? Aber mein Favorit ist eindeutig Nr. 6 tolles Foto, tolle Idee.

  2. Hm. Schwierig. Mir gefallen auf anhieb die s/w-Bilder. Die passen so gut zu meiner düsteren Phase… ^^ – und sprechen mich als Foto einfach mehr an. Die Farbbilder wirken für mich jeweils aus einer Serie herausgerissen. Das letzte Bild passt schön zu einer Serie namens „Bunny kills the Weihnachtsmann“. 😉

  3. Ihr seid super! 🙂 Danke!
    Die Nummer 3, Liisa, hat sich erst im Aufbau so entwickelt. Erst war da nur diese Äthanolflasche und die beiden Fingerpuppen. Das Besteck habe ich dann noch in der hintersten Kellerecke gefunden und mit allem rumprobiert. Da hatte ich keinen richtigen Plan, es basiert auf einer recht vagen Idee.

    Und Nr. 6 ist mir gestern bei Hundespaziergang über den Weg gelaufen. Ganz spontan.

    Ich sehe schon, Herr Spontiv, wir haben die gleichen Vorlieben – eher s/w. (Die Serie Bunny kills the Weihnachtsmann“ kannte ich bisher gar nicht. Hihi!)

  4. Nr 4 und 6 haben am wenigsten bei mir ausgelöst, Nr 1 brachte mich zum lachen, Nr 2 zum sehnsüchtigen „achja“ (einsame düstere seele, ich), Nr 3: kann mir das bitte wer erläutern? habe gegrübelt „was soll das bedeuten“, Nr. 4: s.o., Nr. 5: oh wie warm und kuschlig und wo geht es zum kamin, berührend und warm, Nr. 6: witzig, aber für mich so konstruiert kopfig,
    Nr. 7: hähähä.
    Fazit: zu viele Kalenderbilder!!!!
    lg
    Mariong

  5. Also, ich mag die „bunten“ Sachen und den Schneeball-Baumstamm gern. Das Prinzessinnen-Foto finde ich wegen der ungewohnten Inszenierung en miniature gut – im Prinzip so wie Liisa es sagte: Da fängt eine Geschichte für mich im Kopf an. Aber ich mag auch das Fundstück in sw mit den Schneebällen sehr gern.

    Ich finde aber das Gegensatzpaar „emsig planvolle Inzenierung oder Slow-motion-eigentlich-kein-Bock“ in Kombination mit einem mindestens gefühlten oder offen gedachten „besser“ oder „schlechter“ wenig zielführend! Wie du ja an den unterschiedlichen Kommentaren siehst, landen wir letztlich schnell bei Geschmacksfragen und Geschmäcker sind subjektiv. Ich kann z.B. aus den Bildern nicht ersehen, ob die Püppchen-Inszenierungen lang und überlegt entstanden sind oder sehr schnell und „spontan“.

    Auch warum mein Blick länger an diesem oder jenem Foto hängen bleibt und an einem anderen nicht, kann ich i.d.R. sehr gut beschreiben (siehe oben mit dem Püppchen und der Äthanol-Flasche), aber daraus wird noch keine Beurteilung eines Fotos im Sinne von „gut“ oder „schlecht“, „besser“ oder „schlechter“. „Fehler“ im Sinne von „da stimmt technisch oder kompositorisch was gar nicht“ kann ich in keinem Foto sehen (und gehe auch nicht davon aus, dass du solche machst), aber ob mir ein einsamer Waldweg in fast-sw mehr entspricht als ein buntes Quietschentchen, das hängt viel mehr davon ab, in welcher Stimmung als Betrachterin ich mich gerade befinde. Insofern trifft jedes Foto eine Aussage ebenso über die Betrachterin und das Werk löst sich vom Künstler und dessen womöglicher (!) Intention.

    Also, insofern rate ich zu: „Passagere Ideenlosigkeit“ ebenso aushalten wie die Liebe zur Inszenierung und einfach mit ALLEM, was dir einfällt, weitermachen. Da gibt es kein „richtig“ oder „falsch“, sondern wie du hier siehst: Fünf Leute, zehn Meinungen. Mach einfach deine Sache weiter, mal so, mal so, mal anders und daraus ergibt sich dann schon langfristig etwas. Etwas Anderes? Neues? Oder was auch immer.

  6. Ah wunderbar! 🙂 Danke!

    Marion, was die Nummer 3 bedeuten soll, kannst Du selbst hineininterpretieren. Ich hatte da kein bewusstes Ziel, wollte nur einen deutlichen, aber nicht zu deutlichen Bruch in die heile Fingerpuppenwelt bringen.

    (Vielleicht sollte ich meine eigene unterbewußte Intention hier einmal *hust* tiefenpsychologisch analysieren lassen. Das Äthanolfläschchen stammt übrigens aus dem Nachlass meines Vaters….er nutzte Äthanol als Desinfizienz bei kleineren Wunden….von meinem Vater habe ich den Hang zum schwarzen Humor geerbt und ich mochte ihn zwar sehr, aber zum Fressen gern hatte ich ihn nun auch wieder nicht. 😉 Nur mal so als weiteren Gedankenanschubser. )

    Für Nummer 1 habe ich recht lange gebraucht. Zum Einen habe ich nicht sofort das richtige Kochbuch gefunden, zum anderen waren die blöden Enten extrem schwer zu positionieren (auch wenn es so nicht aussieht),

    Nummer 6 habe ich wie gesagt so vorgefunden. Ich finde das Bild auch etwas plakativ.

    Um richtig oder falsch ging es mir gar nicht, Frau Indica. Eher darum, ob und wen welches Bild wie erreicht und dass da große interindividuelle Unterschiede sein werden, hatte ich schon vermutet.

    Im Grunde geht es mir mit meinen Fotos auch eher darum zu kommunizieren, als zu präsentieren (die Wörter, das mir die ganze Zeit im Kopf herumgeisterten waren übrigens nicht „präsentieren“ und „kommunizieren“, sondern „blenden“ und „berühren“. In den Begriffen sind aber auch schon wieder zu viele (meiner) Emotionen drin.)

    Und das Gegensatzpaar „emsig…“ und „…eigentlich-keinen-Bock“ finde ich gar nicht so wertend. Dinge, auch Entscheidungen (und es ist eine Entscheidung, den Auslöser zu betätigen), die eher unbewußt entstehen sind (bei entsprechendem vorherigen Input) nicht die Schlechtesten!

    Hach, Ihr seid einfach toll!!! So macht das Spaß, ich danke Euch! 🙂

    Aaaalso: Foto Nummer 3 scheint die stärksten Gedankenzüge loszutreten. YEAH, dann komme ich der Sache doch schonmal näher. 🙂

  7. ja, foto nummer 3 habe ich am längsten betrachtet, weil ich es enträtseln wollte, aber das ist mir nicht gelungen und dann hat es mich geärgert !
    berühren: ja. deine fotos berühren mich fast alle. sie lösen etwas in mir aus. fast keines ist mir „gleichgültig“. (wie machst du das? – ach, will ich vielleicht lieber nicht wissen. lass lieber die magie dran)

  8. Hach, danke Marion! Das ist ja wohl das Schönste, was man jemanden sagen kann, der fotografiert! 🙂

    Beim Fotografieren nehme ich mich im Idealfall als Person nicht mehr wahr, bin ganz im „Draußen“.
    Ich glaube, das ist gewissen Meditationszuständen nicht ganz unähnlich.

  9. Die Ente bleibt draußen… 😉
    „passagere Ideenlosigkeit“- redet da jemand von mir? Scheint gerade als Virus herumzugeistern.
    Dafür ist Dir dennoch was gelungen. Mir ist auch gerade nach s/w.(obwohl ich keine mache). Dazu passt eine kleine Begebenheit von heute: Langjährige Patientin, ein wenig zerknirscht-möchte mir immer Eier ihrer Hühner mitbringen-erzählte mir, dass diese gerade schlecht Eier legen und präsentierte mir daraufhin ein ganzes Huhn, gefroren.
    Bild mit sinnierendem Hund ist mein Favorit. Klar.

  10. Au weia, In Deiner Praxis scheint es auch eine gewisse Freak-Dichte zu geben. 😀 (Ganze gefrorene Hühner wurden mir in B noch niemalsnicht angeboten. Andere komische Sachen schon.)
    Viel Spaß beim Meditieren! Bin auch gerade von der Ideenlosigkeitskrankheit genesen.

  11. Klare Ansage. Entweder Eier legen oder Kochtopf. Das Prinzip werde ich heute mal bei der Arbeit anwenden. Zeit für Hühnersuppe.

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