Nachdem wir neulich erst vorgestellt haben, wie außerordentlich einfühlsam Hunde den ihn anvertrauten Menschen vor der Kamera zu führen vermögen, will ich heute ein anderes Tier vorstellen, das sich als fotografisches Begleittier nur bedingt eignet:
Die Katze.
Genau genommen eignet sich die Katze, bis auf wenige Ausnahme, als Fototherapietier überhaupt nicht.
Als Einzelgängertier ist ihr jede Kommunikation mit dem Menschen schnurz egal bis außerordentlich lästig – von lautstarken oder haarintensiven Anspruchsbekundungen auf Premiumdeluxefutter oder Fellmassage mal abgesehen.
Anders als der Hund, der versucht den Menschen möglichst vorteilhaft ins Bild zu bringen, wird die Katze versuchen, den Menschen möglichst aus dem Bild zu drängen.
Schließlich ist sie der Nabel der Welt, das Zentrum des Universums und überhaupt das einzige Wesen mit einer gültigen Daseinsberechtigungsbescheinigung.
Sollte ihr das nicht gelingen, wird sie mit allen Mitteln versuchen, das Foto-Vorhaben zu sabotieren…
…wobei sie sich gern als geduldige Kreatur inszeniert,….
…um schließlich den ihr anvertrauten Menschen gänzlich aus dem Bild zu schieben.
Ist ihr das gelungen, beendet sie die Fotosession abrupt und unter verschärftem Kralleneinsatz.
Katzen eignen sich somit als Fotobegleittier ausschließlich für extrem soziophobe Menschen, die sich auf GAR KEINEN FALL fotografieren lassen wollen.
Ggf. auch als Therapietier für hypertrophe Charaktere, denen durch die gekonnte Intervention des egozentrischen Fellträgers unmissverständlich klar gemacht wird, dass nicht sie die Krönung der Schöpfung sind.
Für alle anderen: Finger weg!
Nach einem Shooting mit Katz biste bedient.
(Und trägst den Rest der Woche Schal.)
(Hinweis: Bei allen Fotos, die in diesem Beitrag zu sehen sind, wurden die Regeln des Menschenschutzes zwar beachtet und seitens der pelzig-felinen Darstellerin nur bedingt eingehalten.)







