Da wir uns in der Personenfotografie aus den geschlossenen Räumen mehr in den Outdoorbereich begeben wollen (man könnte auch sagen, wir wollen draußen fotografieren, aber das klingt nicht annähernd so wichtig…) haben wir die drei Tage des Pfingstwochenendes genutzt, um ein wenig zu experimentieren.
Am Sonntag wurde geshootet und am Samstag und Montag geshoppt.
Samstag in den Klamottenläden für das entsprechende Outfit (genutzt wurden dann eh wieder fast ausschließlich Sachen, die ohnehin schon bei uns allen in den Schränken hingen), heute, am Montag, gephotoshoppt.
Maresa Kabus ist Cellistin und ebenfalls Coach und Instrumentallehrerin am AGD. Als ich sie frage, welche Daten sie gern in ihrem Eintrag hier lesen möchte, mailt sie mir, dass sie das eigentlich gar nicht genau weiß und dann schreibt sie etwas, was treffender und umfassender ist als alle Eckdaten einer Vita es je sein könnten:
Ich fühle mich meinem Instrument sehr verbunden, es ist ein ganz wesentlicher Teil von mir und meiner Persönlichkeit. Grundsteine hierfür wurden in meiner frühesten Kindheit gelegt: Nach einer zweijährigen musikalischen Früherziehung begann ich das Cellospiel im Alter von fünf Jahren. Seitdem ist das Instrument mein ständiger Begleiter und ein wichtiges “Kommunikationsmedium” für mich.
Dass Maresa eine ganz wunderbare Vollblutmusikerin ist, war beim Shooting mehr als deutlich zu spüren und auch zu hören: Maresa Kabus hat für uns gespielt und zwar so innig und mit warmen Ton, dass ich in diesem Moment erst einmal nicht weiter fotografieren konnte.
Lars Martens ist so etwas wie die gute Seele der Musik an dieser Schule. Er ist nicht nur Gitarrenlehrer, Coach der Bands und Rhythmusgruppen, sondern auch Arrangeur für kleine Besetzung bis Big Band, Tonmeister, Vermittler, wenn es mal irgendwo klemmt, kurz:
ohne ihn würde Vieles überhaupt erst gar nicht funktionieren.
Studiert hat Lars Martens Jazz- und Popular-Musik an der HfM Hanns Eisler in Berlin, sowie ein Jahr als Austauschstudent an der Sibelius-Academy in Finnland, wo er nach seinem Abschluss 2001 auch drei Jahre lang lebte. Seit dem Jahr 2004 ist er als freischaffender Musiklehrer und Musiker in Berlin tätig.
Lars gibt und gab Workshops in Berlin und Finnland, ist hier im Orchester Queensgang als Gitarrist zu hören und unterrichtet neben seiner Tätigkeit am AGD auch an der Neuen Musikschule in Bernau.
Und so ganz nebenbei: Lars ist auch noch ein phantastischer Sänger!
Da die von uns abgelichteten Schülerinnen und Schüler in ihren Ensembles nicht nur von einem Musiklehrer der Schule, sondern auch von zahlreichen Coaches und Instrumentallehrern betreut werden, hatte wir bei unserer zweiten Fotosession das große Vergnügen einige dieser wirklich großartigen Musikerinnen und Musiker portraitieren zu dürfen. Der Altersunterschied zu den von ihnen betreuten Schülerinnen und Schüler ist oftmals gar nicht allzu groß, gerade deshalb aber haben sie großen Einfluss auf deren Spielfreude und musikalischen Enthusiasmus.
Lars Seniuk, Trompeten-Coach und -Lehrer ist kaum älter als seine Schüler, kann aber schon auf eine recht beeindruckende Karriere zurückblicken.
Geboren 1989, begann er im Jahr 2000 mit klassischem Trompetenunterricht. Bereits fünf Jahre später, noch als Schüler, wurde er Jungstudent für Jazz-Trompete an der HfMT Hamburg. Nach dem Abitur im Jahr 2007 studierte er zunächst weiter in Hamburg, wechselte dann im Jahr 2008 an das Jazz-Institut Berlin (Gute Entscheidung Lars – sonst hätten wir Dich ja nicht als Coach!
)
Dass Lars Seniuk ein Ausnahmetalent ist, beweist allein die Tatsache, dass er bereits mit 17 Jahren im Bundesjazzorchester spielte. Aber nicht nur dort, sondern auch in zahlreichen anderen Bands stand und steht er auf der Bühne, so z.B. dem Jazz Kollektiv Berlin, dem Adrian Kleinlosen Quintett oder der NDR BigBand, wo er regelmäßiger Gast ist. Im Alter von 16 Jahren gründete Lars seine eigene Profi-Bigband. Er ist Dozent für Jazz- und Bigband-Workshops und schreibt Arrangements, u.a. für Roger Cicero.

(Außerdem ist Lars Seniuk Yamaha Artist und spielt exklusiv Yamaha Trompeten und Flügelhörner. Aber pssst, Werbung wollen wir hier nicht machen, wa?)
Da ich hier leider kein Hörbeispiel einbinden kann, seht Euch einfach die Fotos von Lars an. Er kann nämlich nicht nur wahnsinnig gut Trompete spielen, sondern damit auch ziemlich Klasse vor der Kamera agieren.
Weil am ersten Fotowochenende schnell alle Termine vergeben waren und weil es so einen ungeheuren Spaß macht mit den Musikerinnen und Musikern zu arbeiten, haben wir unser Projekt einfach fortgesetzt.
Diesmal mit anderem Setting: Einer Softbox anstelle des Durchlichtschirms.
Einen Föhn als Windmaschinenersatz hatten wir auch im Einsatz (“Das macht doch nix, dass sich da jetzt an Deiner Bratsche der Lack kräuselt, oder?” – den Huflaikhan animierte dieser Umstand zu gar fröhlichen Scherzen…)
Nun denn, hier die Ergebnisse (Zum Anschauen am besten direkt auf die Fotos klicken – die Slideshow und PicLens sind eher für einen groben Überblick gedacht):
Sehr viel Spaß hatten wir – wie schon beim letzten Mal – bei den Geschwister-Shootings.
Ganz besonders gefreut habe ich mich auch darüber, diesmal einige der wunderbaren Coaches und Instrumentallehrern der zahlreichen Ensembles vor der Kamera zu haben. In den nächsten Einträgen werde ich diese tollen Muskerinnen und Musiker einzeln vorstellen.
Bleibt uns also gewogen, hier geht es weiter!
Musiker während ihres Auftritts zu fotografieren ist meistens nicht schön. Entweder fühlen sich die Musiker oder die Zuhörer gestört. Bei “lauter” Musik mag das weniger problematisch sein, bei anderer Musik ist es schlicht doof.
Aber man hat ja auch Proben. Das Problem hierbei, gelegentlich unterscheidet sich die Konzert- von der Proben-Kleidung. Bei Frauen kommt das eher vor. Aber auch bei Konzerten mit Frack und Sack. Ein bisschen ist natürlich auch das Aroma ein anderes. Publikum mit auf dem Bild oder leerer Saal?
Und anderes mehr.

Während unseres Fotoprojekts hatten wir das große Vergnügen, nicht nur Musikerinnen und Musiker zu fotografieren, die derzeit die Schule besuchen, sondern auch einen ehemaligen Schüler, der während seiner Schulzeit dort musikalisch sehr aktiv war und auch weiterhin immer wieder einspringt, wenn in einem der Ensembles eine Aushilfe benötigt wird (womit die Qualität des betreffende Ensembles um ca 200% gesteigert…öhm nee Jungs und Mädels, ihr seid alle auch so toll! Echt jetzt!).
Nun ist Robert Baum aber nicht nur ein sehr sehr guter Pianist, er ist auch Schauspieler, genauer gesagt: Diplomschauspieler.
Das Fotoshooting mit ihm war daher etwas ganz Besonderes und wir hätten locker noch ein, zwei, drei Stunden weitermachen können, so viel Spaß hat es gemacht.
Und hier die Ergebnisse:
Was Robert Baum sonst noch so macht, kann man hier sehen.
Falls also jemand gerade eine Image- oder Werbefilm benötigt – nur zu!
Unbedingt anschauen!
Wohl Werbung für ein Pharmakon, deshalb aber eine nicht minder großartige fotografische Arbeit.
Via Alzheimerblog’s Blog (Danke Noga!
)
Eine andere große Kampagne zu dem Thema, die auch sehr beeindruckend ist, ist diese hier.
Ein wunderbarer Musiker, zu Gast kürzlich im Musikmagazin taktlos des Bayerischen Rundfunks und der neuen musikzeitung. Und hat mir zwei doppelte Bärwurz als Wettgewinn gebracht.














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